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3.Rang für Jenny an den Swiss International

24.10.2016
Das gab es noch nie in der Schweiz. Die knapp 17jährige Jenny Stadelmann erreichte gleich bei ihrem ersten BWF-Turnier in Yverdon-les-Bains sensationell das Halbfinal. Auf dem Weg dorthin besiegte sie in der ersten Runde die Dänin Sia Berg. Im Achtelfinal kam es zum Duell der zwei grössten Schweizer Nachwuchshoffnungen. Ronja Stern nähert sich nach den beiden starken Leistungen am Slovak Open (Halbfinal) und Bulgarian International (Viertelfinal) den Top 200 der Weltrangliste. Jenny hat mit dem Sieg am Juniorenturnier in Kroatien gezeigt, dass sie immer besser in Form kommt. Die Favoritin Ronja startet konzentriert und ging problemlos mit 11:2 in Führung. Jenny gelang wenig und sie machte es ihrer Gegnerin einfach. Der Startsatz ging mit 21:12 verdient an Ronja. Im zweiten Satz ging es zuerst im gleichen Stil weiter, 5:2 für Ronja. Doch langsam lies Jenny ihre Klasse aufblitzen. Mit zwei Serien von 4 bzw. 6 Punkten zog sie auf 14:7 davon. Nach einer starken Vorstellung schaffte Jenny mit 21:14 den Satzausgleich. Das Blatt hatte sich gewendet, nun war Jenny die dominierende Akteurin auf dem Feld. Im Entscheidungssatz führte Jenny mit 6:2. Doch plötzlich war die Konzentration wieder weg und Ronja lag mit 7:6 vorne. Nun ging es hin und her, die Führung wechselte mehrmals. Nach der Pause beim Stand von 11:10 für Ronja fand Jenny wieder zu ihrem druckvollen Spiel zurück. Mit 4 und 5 Punkten in Folge zog Jenny vorentscheiden davon. Beim Spielstand von 20:14 wurde sie nervös und Ronja holte Punkt um Punkt auf. Erst den fünften Matchball verwertete Jenny zum Schlussstand von 21:18. Die Überraschung war perfekt.

Im Viertelfinal lies Jenny der Portugiesin Sonia Goncalves im ersten Satz keine Chance. Auch im zweiten Satz bis zum Stand von 15:8 diktierte Jenny das Spielgeschehen. Wie schon oft im Verlauf des Turniers war plötzlich Jenny’s Konzentration weg. Die Begegnung wurde nochmals spannend bevor Jenny verdient mit 21:19 ins Halbfinal einzog. Dort wartete die erfolgreichste Schweizerin der letzten Jahre: Sabrina Jaquet, aktuelle Nr. 77 der Welt. Jenny lässt sich von grossen Namen nicht beeindrucken. Sie legte los wie die Feuerwehr und prägte den Start des ersten Satzes. Die 5:2 Führung währte aber nicht lange. Beim Stand von 8:7 für Jenny nahm Jaquet das Heft in die Hand und zog nach 9 Punkten in Folge vorentscheidend davon und gewann den ersten Satz mit 21:14. Nach der kurzen Pause zeigte nun Jenny wieder, zu was sie fähig sein kann. Sie spielte variantenreich und mit Druck. Jaquet hatte Mühe und lag mit 6:10 zurück. Nun schwanden die Kräfte der jungen Jenny. Nach einer Serie von 5 und 7 Punkten war die Entscheidung gefallen. Jaquet führte 18:11 und gewann das Match verdient mit 21:14. Trotz der deutlichen Niederlage kann Jenny mit Ihrer Leistung sehr zufrieden sein. Der Vorstoss bis ins Halbfinale ist weit mehr als man im Vorfeld erwarten durfte. Spiele gegen starke Gegnerinnen wie Sabrina Jaquet zeigen ihr auf, woran sie arbeiten muss. Bei ihrer Trainercrew an der Appenzellerland Sportschule ist sie gut aufgehoben. Dank der guten Betreuung wird sie bestimmt noch für viel Freude und Erfolge sorgen.